MODELLBAUFREUNDE
SAAR / PFALZ
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... unsere Modell-Bau Galerie:
von Jean-Luc Formery
Fokker D. XXIII
RS Models 1:48

Die holländische Fokker D.XXIII war einer jener Entwürfe, die den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges nicht überlebte. Dieser ungewöhnlicher Prototyp war ein zweimotoriger einsitziger Eindecker mit einem Doppel Leitwerk und Dreibein-Fahrwerk. Die Motoren waren an beiden Enden einer zentralen Rumpfgondel angeordnet und trieben einen Zug- und einen Druckpropeller an. Das Flugzeug flog 11 Mal, bevor das Programm im Mai 1940 aufgegeben wurde.

Der Bausatz kommt in einem eher kleinen Karton und ist typisch von der
« Short-Run » Sorte. Ich denke, dass RS die Initialen des Eigentümers der Marke sind aber vielleicht wäre SR Models (für « Short-Run ») angemessener. Wie auch immer, mal sollte nicht erwarten das die Qualität und die Passgenauigkeit der Teile auf Augenhöhe mit Mainstream-Produkte von Tamiya oder Eduard sind. Hier sollte man einfach viel vorsichtiger arbeiten.

Der Bau began mit dem Inneren des Flugzeugs. Ich folgte den Anweisungen von RS Models für die Farben. Original Bilder zeigen allerdings deutlich, das das Radio Schwarz war und nicht Silber wie in der Anleitung vorgeschlagen. Die Cockpit-Teile passen gut in das Innere des Rumpfes, aber die Kraftstofftank/Radio Baugruppe sollte etwas tiefer positioniert werden, den sonst verhindert sie das die klare Kabinenhaube auf den Rumpf passt.
Der Motor wurde vor der Installation in Dunkel Metal lackiert. Man darf nicht vergessen etwas Gewicht vor dem Schließen des Rumpfes vorne einzubauen, um zu verhindern das das Model später nach hinten fällt
Die halbkreisförmige Lippe vorne am Lufteinlass des Motors ist nicht ein Fehler von RS-Modelle oder ein Problem in der Metal Form, sondern ein Merkmal des echten Flugzeugs, also sollte mann es so lassen wie es ist.

Ich erinnere mich nicht, viele Probleme bei der Passgenauigkeit der wichtigsten Bestandteile des Bausatzes gehabt zu haben. Der einzige Bereich der mir Sorgen gemacht hat, war der um die Kanzel, den diese war ein wenig zu klein gegenüber dem Rumpf.
Nicht viel, aber genug, um das Modell schlecht aussehen zu lassen.
Ich löste das Problem indem ich mit Spachtelmasse arbeitete, aber es wäre viel einfacher gewesen die Rumpfbreite durch Schleifen der Passflächen ein wenig zu reduzieren.

Noch ein wenig Vorbereitungsarbeit und es war endlich Zeit sich mit den komplexen drei Ton Tarnschema auseinander zu setzen. Dieser war typisch für die niederländischen Flugzeuge dieser Epoche. Einzigartig ist aber die Tatsache dass nur ein Prototyp gebaut wurde. Glücklicherweise wurden während der Testphase eine Menge Fotos gemacht und das Farbmuster ist sehr gut dokumentiert. Die Farb Anweisungen von RS Modell kann mann also vertrauen. Die folgende Tamiya Acrylfarben dienten als Grundlage: XF-60 Dunkelgelb, XF-81 Dark Green 2 und XF-9 Hull Red.

Um das Modell fertig zu bekommen musste es nur noch auf seine Beine gestellt werden. Die Schlitze für das Hauptfahrwerk sind nicht sehr tief, so habe ich eine gute Menge an Kunststoffzement benutzt, den ich 24 Stunden trocknen lies. Ich habe die Struktur auf den Reifen in der Zwischenzeit nachgraviert. Beim Kleben der Räder auf die Fahrwerksbeine muss man aufpassen, das sie im richtigen Winkel positioniert sind (siehe Zeichnung in der Anleitung). Zuletzt wurden der Propeller, die Auspuffrohre (aus kleine Metallrohren), das Pitot-Rohr und die Maschinengewehre angebracht

Die Fokker D.XXIII war ein einzigartiges Design und dieser Bausatz von RS Models ist eine getreue Nachbildung des Originals. Als Dokumentation habe ich das Buch von Willem Vredeling benützt (ISBN 978 90 78573 01 5).
Der Text ist leider nur in niederländischer Sprache aber dafür gibt es viele Original Fotos der Maschine.