MODELLBAUFREUNDE
SAAR / PFALZ
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... unsere Modell-Bau Galerie:
von Oliver Peissl
Bf 109F-4
Eduard 1:48

Messerschmitts „Beste“
Geht’s auch mal ohne Zurüssteile?

Die meisten meiner Modelle habe ich mittels Zurüstsets aufgewertet, nun gibt es jedoch auch Modellbauer, welche nicht über diese Möglichkeiten verfügen, an solch gute Zurüstteile zu kommen oder erachten dies einfach nicht als wichtig an.
Aus diesem Grunde möchte ich diesen Bauberichtmit einem Minimum an Zurüstteilen gestalten. Ganz ohne geht es jedoch leider auch nicht, da es diverse Bausatzteile gibt welche m.E. nach durch verbesserte Zurüstteile ersetzt werden müssen.

Wie üblich wird mit dem Cockpit begonnen. Dieses der F war, wie bei der E auch, noch nicht so vollgepackt wie bei den späten G-Varianten. Von daher ist ein scratchen dieses Teilbereichs ein kleiner Vorteil gegenüber späterer Varianten. Die dem Bausatz
mitgelieferten Gurte aus Fotoätzteilen wurden natürlich verwendet um dem Pilotensitz eine realistische Gestalt zu geben.

Neben den Bausatzteilen fügte ich noch Plastiksheet, einen Resinsteuerknüppel sowie ein Reflexvisier der Marke Quickboost hinzu. Nach einsetzen der Bauteile erhält das ganze einen ersten Farbauftrag in der Grundfarbe RLM66. Anschließend sind sämtliche
Schaltkästen sowie Anbauteile separat angemalt worden. Hierfür verwende ich i.d.R. Farben der Vallejo-Reihe, da sich diese sehr gut mit dem Pinsel bearbeiten lassen.

Schalter, Knöpfe und Leitungen werden anschließend in den dafür vorgesehenen Farben angemalt. Um die nötige Tiefe der Details zu unterstreichen wird zum Abschluss der gesamte Bereich mit einem Washing behandelt um damit die Arbeiten im Cockpit abzuschließen.

Die Untergrundfarbe RLM78 lackierte ich großflächig auf, nachdem sämtliche Wartungsklappen sowie Blechstöße mittels „pre-shading“ vorbehandelt wurden.
Um einen ersten Abnutzungsgrad zu erreichen kamen RLM65 sowie 76 an diversen Blechen und Wartungsklappen zusätzlich zum Einsatz.
Einen ersten Verwitterungseindruck erreichte ich indem hochverdünntes Grau entlang der Blechstöße aufgetragen wurde (sog. Post-shading). Gleiches gilt für die Oberflächenfarben RLM 80/75 und 79. Wichtig hierbei ist, die Farben an den Rumpfseiten komplett, wie im Original ursprünglich auch, herunter zu führen. Das hochziehen der Rumpfseiten erfolgte mittels hochverdünntem RLM 76.

Wichtig hierbei ist die Untergrundfarben nicht ganz deckend überlackieren um das feldmäßig nachbehandelte Abtarnen realistisch darzustellen.
Zum Abschluss der Basislackierung wurden noch Flecken in RLM 71/74 und 75 an den Rumpfseiten unregelmäßig und in verschiedenen Formen angebracht. Nach einem ersten Washing des gesamten Modells mit hochverdünnten Ölfarben erfolgte das Versiegeln mittels Glanzlack und Gunzes  Mr. Metal Primer um dem Modell eine Basis für die Decals zu ermöglichen.
Nach anbringen dieser unter Zuhilfenahme von Weichmacher aus der Microscale Reihe folgten auch auf diesen diverse Kratzer mit nachfolgendem Washing im gleichen Ablauf wie bereits am gesamten Modell zuvor. Was nun folgt ist das weitere „altern“ der Lackierung. Der Lack am Modell wird von mir nach aufbringen und altern der Decals komplett ausgeblichen, was den Einfluss der Sonneneinstrahlung der ungeschützten Flugzeuge wiederspiegeln soll. Hierzu lackiere ich mit einem hellen Grauton hochverdünnt innerhalb sämtlicher Blechstöße mit unregelmäßiger Intensivität um eine Inhomogenität in den Lack,
bzw. in die Verwitterung einzuarbeiten. Gleiches folgt mit abgedunkelter Farbe entlang der Blechstöße und an Stellen wo sich Schmutz und Öl  angesammelt haben könnte.
Ich nutze hier oft eine hochverdünnte rotbraun-schwarz Mischung als Basis.

Der letzte Schritt und somit zum Ende des Baus dieses sehr guten Bausatzes bildet das Anbringen sämtlicher Kleinteile aus dem Kit sowie hinzufügen diverser Details, welche selbst erstellt werden mussten, da hier nicht vorhanden.
Hierzu zählen ein im Eigenbau entstandenes Pitotrohr, Die Frontpanzerhalterungen, das Hauben Halteseil und die Antenne, welche aus mehreren Teilen entstanden ist.
Die Auspuffstutzen wurden zuletzt angemalt und die Abgasfahne mittels Airbrush auflackiert. Ölschlieren sowie Staub entstanden mit Ölfarben, bzw. Pigmenten.