MODELLBAUFREUNDE
SAAR / PFALZ
©  by  MBF-Saar/Pfalz 2013
... unsere Modell-Bau Galerie:
von Oliver Peissl
Bf 109G-6/R2/Trop  JG3 "Udet"
Eduard 1:48

Obwohl das Bausatzcockpit schon einiges hergibt, bin ich immer gewillt viele Details an meinen Modellen ergänzend darzustellen, daher die Verwendung des Brassin Sets.
Die Back- bzw. Steuerbordseiten ließen sich problemlos einsetzen und ermöglichen eine einfache Bemalung, vorausgesetzt man hat die richtigen Vorlagen.

Ich kann hier nur empfehlen keine Bilder etwaiger Museumsmaschinen zu nutzen oder diese sehr genau unter die Lupe zu nehmen, denn oft wurden diese nachträglich mit Phantasiefarben bemalt.
Das Armaturenbrett kann wahlweise mittels Ätz- oder Resinteil eingebaut werden, wobei ich mich für letzteres entschloss, ergänzend jedoch noch den Schalterkasten der WGr.21 hinzufügte.
Die beigefügten Gurte habe ich komplett durch Gurte des Gurtsets ersetzt, die Papiergurte der Fa. FABRIC sowie Ätzteileschlösser beinhalten.

Es fanden diverse Kleinteile aus einem Cutting Edge Set Verwendung, welche von mir an der Zugangsklappe des Staufachs angebracht wurden.
Auch die Auspuffstutzen ersetzte ich durch jene der Brassin Reihe; diese sind einzeln einzukleben und von innen am Rumpf zu befestigen.
Die Fahrwerksbeine ersetzte ich durch die der BRONZE legs Serie,
um ihre Verwendung zu testen. Der Einsatz hat den Vorteil, dass man keinen Grat, wie bei Spritzguss, hat und die Beine daher stabiler sind.
Zum Schluss fanden noch die WGr.21 Verwendung, diese sind gegenüber der im Bausatz befindlichen Unterflügelwaffen um ein Vielfaches detailgetreuer, wobei auch hier Änderungen erforderlich sind.

Die Wandstärke ist zu dick und der hintere Teil der Werferrohre muss aufgebohrt werden, um eine korrekte Darstellung zu ermöglichen
Hier liegt es an jedem selbst zu entscheiden, ob Brassin oder Bausatz,
gleiches gilt natürlich auch für die restlichen Sets.

Die Untergrundfarbe besteht laut RLM bei der G-6 aus dem Farbton 76, Graublau oder auch Lichtblau genannt. Die Oberflächenfarben bestehen aus RLM74 Graugrün sowie RLM75 Grauviolett,
welche von mir hauchdünn in mehreren Schichten aufgetragen und im Nachgang direkt an den Blechstößen nachbehandelt wurden.

Um Abnutzungsspuren darstellen zu können, nutzte ich das sogenannte Chipping-Verfahren, hierbei wird ein der Basisfarbe ähnlicher Ton mittels feinem Pinsel und/oder Schwamm an Stellen aufgetragen, welche oft durch das Wartungspersonal in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Die Decals stammen aus dem Bausatz sowie diversen Bögen meines Fundus' und wurden mittels Weichmacher aus dem Hause Micro Sol/Set behandelt.

Die Arbeiten, die auf dem Basislack ausgeführt wurden, sind natürlich auch an den Decals durchzuführen, da sonst der Eindruck entsteht,
sie würden sich optisch vom restlichen Modell abheben.